Classy-Style.com im Yeehaaw! Scrapbook

Ihr Lieben, ich möchte in eigener Sache verkünden: Classy-Style.com ist im aktuellen Yeehaaw! Scrapbook mit dem Artikel ‘Das perfekte Beinkleid – echte Nahtnylons‘ vertreten. Wahnsinn, vom Blog ins Magazin. Vielen Dank liebste Macher/innen des Scrapbooks.

Nun möchte ich aber die Gelegenheit nutzen und hier kurz erwähnen, um welches wilde Magazin es sich eigentlich handelt. Das Yeehaaw! Scrapbook ist im Frühjahr 2011 erstmals erschienen. Ein paar Rock’n'Roll-begeisterte Damen und Herren wollten endlich mal ein Magazin lesen, das inhaltlich dem entspricht was ihnen gefällt: Rock’n'Roll von Kopf bis Fuß.  So finden sich im Magazin Bandinterviews, B-Movie Rezessionen und Benimm-Regeln ebenso wieder, wie Plattenvorstellungen und Berichte über Sammler und Seltenes. Das Magazin soll zeigen was da draußen so los ist und wo man vielleicht einmal genauer hinsehen sollte. Dies ist Ihnen gelungen und das Fanzine hat sich von Ausgabe zu Ausgabe gemausert. Wir lesen es gerne und daher freut es uns umso mehr, dass Classy-Style.com daran mitwirken durfte.

Viel Erfolg Euch auch weiterhin!

JessiJane Cooper

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Toast & Jam – gerne wieder!

Zum ersten Mal fand letzte Woche, im Rahmen der Berlin Fashion Week, die Toast & Jam statt. Eine Vintage Messe, so klein und charmant wie es einer Veranstaltung dieser Art würdig ist. In der Columbus-Halle hatten sich unterschiedliche Vintage-Händler und Marken eingefunden, um zu zeigen wie vielfältig Vintage Mode sein kann. Von schicken Accessoires, crazy Outfits und original Schuhen vergangener Jahrzehnte war von allem etwas dabei. Von den 40ern bis zu den 90ern konnte jeder auf seine Kosten kommen und ich habe mich ordentlich durch die Stände gestöbert und hier und da einen Plausch gehalten. So konnte ich nicht am Stand der reizenden Gerlinde von Cache Coeur vorbei mit ihrem wunderbaren Modeschmuck. Und ließ mich von der  HairColada Crew begeistern, demnächst mal bei einem Ihrer Workshops für den richtigen Pin-up-Style vorbeizuschauen. Weiterhin zu finden waren Shops und Marken wie Glencheck, Lunettes Brillenagentur mit wunderbar original 50er Cateye-Brillen und Charlotte Pulver. Außerdem musste ich natürlich mit der galanten Claudia von Frozen Hibiscus ein Gläschen Sekt trinken. Alles in allem war die Toast & Jam eine Wohltat zum sonst so aufgedrehten Fashion-Publikum in der Stadt und lud ein, sich ordentlich Zeit zu lassen. Um Euch selbst einen Eindruck machen zu können, habe ich einige Fotos mitgebracht. Ich hoffe Exberliner sowie der Nowkoelln Flowmarkt werden diese gelungene Vintage Messe wiederholen.

Nähere Informationen zu einigen der genannten Marken und Shops folgen hier als einzelne Artikel in Kürze!

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Das Western Shirt – Teil IV – H BAR C

H Bar C ist eines der ältesten und bekanntesten WesternWear Labels, welches maßgeblichen Einfluss auf die Popularität des Western Shirts genommen hat.  H Bar C Shirts sind berühmt für ihre aufwendige Machart und bieten die größte Vielfalt an Zierstickereien überhaupt. Sie zählen heute zu den begehrtesten Vintageobjekten unter Westernhemden. Besonders beliebt sind TwoTones, sowie Ausführungen mit Stickereien auf Kragen, Brust und Rückenpasse sowie den Manschetten.

Die Wurzeln von H Bar C reichen bis in das Jahr 1897 zurück. Der Firmenname entstand 1906 durch den Zusammenschluss von Samuel Christenfeld und M. Halpern, deren Unternehmen den Namen ”Halpern & Christenfeld” führte, kurz H Bar C. Halpern verstarb früh, jedoch blieb sein Initial im Label erhalten.

Bevor Ende 1940 mit dem Vertrieb von Western Shirts begonnen wurde, fertigte H Bar C Reitkleidung -und zubehör. Das ”Basishemd” wurde lange Zeit bei ”Rockmount” produziert (weshalb im Label der Name California Ranchwear zu finden ist) und dann bei H Bar C veredelt. Neben dem Hauptsitz in New York wurde eine zweite Niederlassung in Los Angeles eröffnet, in der maßgeblich diese Textilveredelungen durchgeführt und Einzelanfertigungen hergestellt wurden, unter anderem in Zusammenarbeit mit dem bekannten Hollywood Maßschneider Nudie. Viele Filmsets wurden zu dieser Zeit von H Bar C ausgestattet.

In 1972 wurde nach Gardena, Californien verlegt. Diese ”California-made” Western Shirts sind die begehrtesten überhaupt. Bis 1996 war H Bar C über hundert Jahre in Familienbesitz. Nach dem Tod von Bernie und Seymore Christenfeld, zwei Söhnen des Firmengründers, wurde das Label 1999 aufgelöst.

H Bar C hat seinen Designstil erfreulicherweise über viele Jahrzehnte nicht verändert, und den klassischen Charakter der 40er und vor allem 50er Jahre beibehalten. Dadurch sind H Bar C Hemden jedoch recht schwer zu datieren, da das Design wenig Hinweise geben kann. Für eine zeitliche Schätzung helfen einige Labeldetails:

Hemden der 40er Jahre zeigen im Label einen braunen ”H BAR C CALIFORNIA RANCHWEAR” Schriftzug auf weißem Grund welcher von einem Lasso umrandet ist. Statt dem Lasso gibt es auch eine Version mit einem Reiter zu Pferd sowie einem Kaktus, dann auf hellbraunem Grund.

In den 50er Jahren findet man den braunen Schriftzug ”H BAR C” mit einem gestickten Holzschild im Hintergrund, ”California Ranchwear”  darunter in grüner Farbe. Eine andere Version zeigt die braune Schrift ”Tailored by CALIFORNIA RANCHWEAR Los Angeles”.

Für weitere Labelinformation empfiehlt sich die Vintagefashionguild

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Classy-Tipp: Toast & Jam, Berlin

Während der Berlin Fashion Week findet in diesem Januar zum ersten Mail die Vintage Messe Toast & Jam statt. Vom 19. bis 21. Januar zeigt Berlin, wie ein erlesener Vintage Markt aussehen muss. Mit von der Partie sind ausgesuchte Vintage Händler und Repro Labels unterschiedlicher Couleur. Welche Shops und Brands tatsächlich zu sehen sein werden ist mir, bis auf wenige, leider noch nicht bekannt. Veranstalter sind das Magazin Exberliner sowie Nowkoelln Flowmarkt. Für Aussteller-Tipps bin ich jederzeit dankbar. ;-)

Hier nun noch kurz zu den Fakten:

19.01.12, 12.00-19.00 Uhr Messe, 17.00-19.00 Uhr Fashion Show

20.01.12, 10.00-19.00 Uhr Messe

21.01.12, 10.00-18.00 Uhr Messe, 22.00 Uhr Closing Party

Weitere Informationen sind der Toast & Jam Website zu entnehmen.

Mit einer Burlesque Darbietung von LADY LOU sowie der musikalischen Untermalung von BUDZILLUS, 1000 7″ Vinyls von DJ Flohmarkt, DJs Franky Fuzz & Sir Stan

Ich werde mir diese Veranstaltung auf jeden Fall nicht entgehen lassen und Euch informieren, was Ihr so verpasst habt.

Nun möchte ich mich mit einem reizenden Zitat der Toast & Jam verabschieden: “If you’re mad about vintage then Toast & Jam is your cup of tea.”

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The little Blue one – Girl’s finest Denim!

Jeans ist nicht gleich Jeans. Und wer sich je mit dem Thema ‘Authentic Denim’ und Retro-Marken beschäftigt hat, der weiß, wie vielfältig hier die Auswahl ist.  Welche Jeans ist authentisch und welche nicht ? Welche hat die beste Verarbeitung, welche eine Selvedge-Kante und welche wiederum nicht? Was bei den Jungs und im Unisex-Bereich schon vor Jahren an Gewicht gewonnen hat, dauerte bei uns Ladies ein wenig länger. Doch bereits seit geraumer Zeit sind auch wir Mädels am Start und können uns feminin aber trotzdem äußerst praktisch kleiden. Also ich für meinen Teil begrüße dies ungemein! Dieser Beitrag soll sich weniger den Anfängen der Beziehung zwischen Frau und Jeans widmen, sondern vielmehr zeigen, wie viel Auswahl wir heutzutage haben und wer was anbietet. Ein kleiner Ladies Denim Guide sozusagen. Wir lieben ja bekanntlich die Qual der Wahl! ;-)

Freddies of Pinewood

Mit einer bisher einzigartigen Auswahl an Modellen und Farben ist Freddies wohl einer der bekanntesten Anbieter in unseren Reihen. Und der Qual nicht genug, zähle ich aktuell so um die 17 verschiede Styles von blau bis rot, von extravagant bis schlicht, mit oder ohne Selvedge-Kante. Wer eine Freddies of Pinewood sein Eigen nennen möchte, kann sie einfach und unkompliziert im Online-Shop bestellen. Oder direkt auf einem der vielen Veranstaltungen vorbeischauen, auf denen sie mit einem Stand vertreten sind. Der Vorteil: Anprobe, meine Damen! Allerdings müsste man hierzu nach England. Wer auf dem Laufenden bleiben will, der ‘liked’ am besten direkt die Facebook-Seite und weiß immer, was gerade neu im Shop ist, und wo man die umtriebige Crew antreffen kann.

Preis: zwischen 40,00 und 50,00 GBP

www.freddiesofpinewood.de

Old Woogies

Wer es noch nicht wusste, Old Woogies führt auch eine Jeans für uns Ladies! Sie geht schnell ein bisschen in der Wahrnehmung unter, wie ich finde, sollte aber hier auf jeden Fall erwähnt sein. Leider habe ich keinerlei Erfahrungswerte und kenne auch Niemanden, der eine besitzt, doch sie sieht auf den ersten Blick gut aus. Ein klassischer 40′s Cut und eine von Old Woogies bekannte Qualität. Die Jeans ist natürlich ‘Made in Italy’ und aus einem 10 1/2 Oz. Denim. Sie setzt sich zusammen aus 99% Baumwolle und 1% Elasthan, was immer komfortabel ist. Erhältlich ist sie im allseits bekannten Online-Shop der Italiener.

Preis: 108,00 EUR

www.oldwoogies.com

Rumble 59

Wer lieber in Deutschland bestellt, hat eine gute Chance bei Rumble 59 fündig zu werden. Denn auch die Rockabilly Jeansmacher aus dem Pott haben die blauen Wünsche der Kundinnen erkannt, und neben einer eher unisex gearteten Damenjeans, eine klassische High Waist Marlene nachgelegt. Ich habe sie bereits auf verschiedenen Veranstaltungen aus der Menge herausblitzen sehen und sie scheint sich großer Beliebtheit zu erfreuen. Die Jeans ist aus einem 12,5 Oz. ‘stretch’ Denim und gegen jegliches Einlaufen vorgewaschen. Der Anteil an Spandex ermöglicht einen komfortablen Sitz und eine gute Passform. Erhältlich im OnlineShop oder direkt im Laden von Red Hot & Blue, Essen.

Preis: 119,00 EUR

www.rumble59.com

Pace Jeans

Und wer gedacht hat es ginge auch nur einmal ohne die Skandinavier, der hat sich schwer getäuscht. Ob Musik oder Mode, wir wollen ihnen den guten Geschmack nicht abstreiten und möchten nun noch unsere Neuentdeckung von Pace Jeans bekanntgeben. Wahrscheinlich gibt es sie schon eine Ewigkeit, doch ganz ehrlich, entdeckt habe ich sie erst kürzlich. Ich habe sie angezogen gesehen und sie scheint gut zu sitzen. In Blau und Schwarz wartet diese Jeans mit einem Red Line Selvedge Denim auf. Außerdem ist es trotz High Waist & Co. eine 5-Pocket Jeans.

Preis: 139,00 EUR

www.pacejeans.com

Sivletto

Als wären die oben genannten Marken noch nicht genug, zeigen uns auch die reizenden Macher von Sivletto, daß Damenjeans nicht mehr wegzudenken sind. Mit gleich zwei Modellen im 50′s Schnitt gehen sie an den Start. Die Jeans aus 11 und 11,5 Oz. haben eine clevere Taillenlösung. Denn dort hat man gleich zwei Knöpfe als Schließe, was bedeutet, daß sich die Taillenweite zumindest geringfügig regulieren läßt. Über die genaue Qualität bin ich leider auch hier nicht aufgeklärt. Erhältlich sind diese Modelle natürlich im Online-Shop der gut sortierten Schweden. (Hier gibt es übrigens auch die oben erwähnte Pace Jeans.)

Preis: 65,00 GBP

www.sivletto.com

Magic Twain

Als Letzte, und wahrscheinlich Kleinste Marke im Bunde, möchte ich Euch noch Magic Twain ans Herz legen. Diese passionierte Retro-Marke hat allen anderen eines voraus: Maßanfertigung. Wer nicht die richtige Größe bei ihr findet, muss sich nicht grämen. Er lässt sich einfach von Janett Falk ausmessen und erhält eine Sonderanfertigung. Verarbeitet wird ein Dark Blue Denim aus 100% Baumwolle, vorgewaschen. Was heißt, kein Einlaufen oder Abfärben! Diese Hose, im klassischen 40er Schnitt, ist sowohl mit roten als auch mit ockerfarbenen Nähten erhältlich. Die Knöpfe werden dann darauf abgestimmt. Erhältlich im hauseigenen Online-Shop.

Preis: 89,00 EUR

www.magictwain.de

So, jetzt zu Euch meine Damen. Welche Jeans tragt Ihr am liebsten und welche wollt Ihr den Unentschlossenen da draußen empfehlen!?

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Frozen Hibiscus – Vintage Memories

Claudia Urbanek, die Designerin der Berliner Modemarke Frozen Hibiscus, zeigt mit Ihrer aktuellen Kollektion ‘Vintage Memories’ Looks im Stil der 30er bis 50er Jahre. Und weil ich einmal neugierig war, wer denn hinter diesem reizenden Namen steht, habe ich mich aufgemacht Fräulein Urbanek einige Fragen zu stellen.

Liebe Claudia, seit wann gibt es Frozen Hibiscus schon und was steht hinter diesem entzückenden Namen?

Frozen Hibiscus wurde 2006/2007 gegründet und ist ein vintage-inspiriertes Berliner Modelabel mit Blick auf die 20er bis 50er Jahre.

Woher stammt Deine Passion zur Mode und Schneiderkunst?

Meine Passion zur Mode und Schneiderkunst ist familiär verwurzelt. Ich stamme aus einer Schneider-Familie, weshalb ich mit diesem Thema schon sehr früh in Berührung kam. Als Kind habe ich gern unter der Nähmaschine meiner Uroma gesessen und mit den Knöpfen gespielt oder meiner Mutter über die Schulter geschaut. Mit 13 Jahren startete ich die ersten richtigen Nähversuche.

Was ist das besondere an Frozen Hibiscus, was zeichnet diese Marke aus?

Frozen Hibiscus ist sehr fröhlich und liebt raffinierte Details, genauso wie klassische Eleganz. Das Spiel mit den Schönheitsidealen der 20er-50er Jahre, sowie der raffinierte Mix aus deren Essenz, kombiniert mit einem Augenzwinkern und den modernen Möglichkeiten von heute, was Material, Verarbeitung und Schnitt betrifft.

Was spiegelt die aktuelle Kollektion wider und woran hast Du Dich inspiriert?

‘Vintage Memories’ ist eine Hommage an die Damenmode der vergangenen Dreißiger bis Fünfziger Jahre. Während dieser drei Jahrzehnte entstanden so viele neue Looks, die die Modegeschichte für immer beeinflussten und nie in Vergessenheit geraten werden. Als Inspiration für diese zeitlos eleganten und sinnlich femininen Kreationen dienten Hollywoods glamouröse Filmdiven jener Zeit. Die traumhafte Tages- und Abendgarderobe ist eine Widmung an unvergessliche Stars wie Rita Hayworth, Eleanor Parker, Sophia Loren und Greta Garbo.

Woher stammt Deine Leidenschaft für Mode und Stil der 30er bis 50er Jahre?

Meine Leidenschaft für die 30er bis 50er Jahre entstammt meinem tiefsten Inneren. Ich liebe Filme, Musik, Frisuren, Kleidung und Design aus der Zeit. Die Art, sich stilvoll zu kleiden, ein Gesamtkunstwerk aus sich zu machen.

Vielen Dank für Deine Antworten und wir hoffen auch in Zukunft noch viel von Frozen Hibiscus mitzubekommen!

www.frozen-hibiscus.de

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Das Western Shirt – Teil III – Rockmount Ranchwear

Rockmount Ranchwear wurde 1946 von Jack A. Weil in Denver, Colorado gegründet und ist bekannt als einer der führenden Hersteller von WesternMode. Das Unternehmen vertreibt bis heute Western Shirts und wird mittlerweile in der dritten Generation geleitet. Der Firmenhauptsitz befindet sich noch im selben Gebäude in Denver. ”Rockmount” steht für maßgebliche Entwicklungen in der Geschichte des Western Shirts.

Klassische Designstandards wie der ”front yoke”, Western-Manschetten oder der körperbetonte Schnitt sind auf die Pionierarbeit der 40er und 50er Jahre und die unermüdliche Weiterentwicklung des Western Shirts  durch Jack A. Weil zurückzuführen. Er verwendet auch erstmals kunstvoll gefertigte Druckknöpfe, ein weiteres mit dem Western Shirt eng assoziiertes Merkmal.

Von Anbeginn ist Rockmount bekannt für hochwertige Qualität und aufwendige Fertigung. Vertrieben werden die Hemden über ausgesuchte Läden, auf  große Discounter wird schon in der 40er Jahren verzichtet, und damit die Besonderheit des Produktes gewahrt. Ein Grundsatz der bis heute Bestand hat, genauso wie die (hauptsächliche) Fertigung im eigenen Land.

Vintage ”Rockmount Ranchwear” Western Shirts gehören zu den begehrtesten Sammelobjekten der WesternWear. Die Variationen der eingenähten Labels erlauben eine zeitliche Datierung.

Eine Übersicht:

1946 bis frühe 50er Jahre: Hier findet sich neben ”Rockmount Ranchwear” der Schriftzug ”Original Model”. Die Größenangabe ist im Kragen oder am Saum aufgedruckt. Die Schrift ist in regenbogenfarben gestickt.

1950er: Bezeichnungen wie ”Washable” und ”Wrinkle-shed – It’s a Dan River Fabric” datieren diese Labels. ”Custom Fitted” findet sich von den 50er Jahren bis 1975. Angenähte Größenangaben werden 1954 eingeführt. Auch hier die Schrift in Regenbogenfarben.

Neben den Labels geben auch die Knöpfe hinweise auf den Fertigungszeitraum. Bis zur Einführung emaillierter Druckknöpfe (1946) wurden Bakelite Knöpfe mit Oesen verwendet. Die Perlmutteinlagen der Drucknöpfe Ende der 40er Jahre werden innerhalb der nächsten Jahre durch synthetisches Material ersetzt. Ab den 50er Jahren werden außerdem als Markenzeichen die ”diamond snaps” verwendet.

Quellen:

Stephen A. Weil, G. Daniel DeWeese: ”Western Shirts – A Classic American Fashion”

vintagefashionguild

wikipedia

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Gutes Benehmen ist immer gefragt!

Beim Einsteigen in ein Taxi, das am rechten Straßenrand hält, steigt der Herr zuerst ein, während die Dame noch draussen wartet. Der Herr setzt sich dann auf den linken Sitz, darauf erst steigt die Dame ein und nimmt den rechten Sitz ein.

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Das Western Shirt – Teil II – Designelemente

H-bar-C Western Shirt. Courtesy of the author

H-bar-C Western Shirt. Courtesy of the author

Westernhemden weisen charakteristische Desingelemente auf. Diese unterlagen während der nunmehr achtzig-jährigen Geschichte mit zeittypischen Veränderungen den verschiedenen Modeeinflüssen. In diesem Artikel werden einige Merkmale der 40er und 50er Jahre betrachtet.

Neben allen Elementen ist mit das wichtigste Merkmal ein hochwertiger Stoff. Er bildet durch Farbe und Muster das Fundament, und garantiert durch seine Qualität eine formschöne Linie und den entsprechenden Sitz des Kleidungsstückes. Die 30er bis 50er Jahre bieten neben allen Arten von Woll -und Baumwollarten hochwertige Kammgarngewebe wie Garbadine, sehr tragefreundliche Satin-Baumwollstoffe, Kunstseide, Viskose, Acetate oder Satin.

Yokes

Der ”Yoke” ist das zentrale und dominante Designelement auf Schulter -und Rückenpartie.

An konventionellen Hemden findet man eine einfache, gerade verlaufende Naht zwischen Schulterpasse und Rückenteil (backyoke). Beim Westernhemd zeichnet sich diese Naht durch eine stilisierte Formgebung aus. Während frühe Westernhemden nur über ein einfaches ”backyoke” verfügen, gewinnt das ”frontyoke” in den späten 30er und besonders während der 40er Jahre mit einer beeindruckenden Form -und Farbenvielfalt erst richtig an Bedeutung. In den 50er Jahren enstehen die ausgefallensten und wildesten Varianten.

Beliebte sind gekehlte, geschwungene oder gezackte ”Yokes”. Ebenso gibt es durch den Nahtverlauf geformte Symbole, wie beispielsweise den ”Fishtail”, die ”Fleur-de-Lys oder das ”Pik”. Kunstvolle Zierstiche (saddle stitch) oder mit einer Schnur eingefasste Ränder (piping) veredeln die Ränder. Yokes unterstreichen durch ihren Verlauf die Konturen von Schultern und Brust und lassen diese kräftig wirken.

Rockmount Ranchwear Western Shirt mit langem, gekehltem Yoke, Steppnähten, diamond snaps, smile pockets mit Pfeilen, 50er Jahre. Courtesy "Rockmount"

H-bar-C Western Shirt mit Appliqué, Stickereien, Smilepockets mit Pfeilen, Piping, Perlmutknöpfe. Leicht gekehltes Frontyoke. Hemd aus eigenem Besitz. Courtesy of the author

TwoTone, scalloped yokes, shotgun cuffs, smile pockets, 40er/50er Jahre. Hemd aus eigenem Besitz. Courtesy of the author

H-bar-C Western Hemd, single point backyoke mit piping. Hemd aus eigenem Besitz. Courtesy of the author

Zierstickereien

Die Stickereien zeigen mit der Wild-West-Thematik verbundene Symbole wie Büffel, Pferde, Adler, Revolver oder Spielkarten, häufig auch herrlich gestaltete, florale Muster die für sich allein schon ein Kunstwerk darstellen. Man findet sie auf allen Teilen des Hemdes.

Mit der Chenill Kettenstichmaschine gefertigte Stickereien sind besonders hochwertig. Sie erfordern einen erheblichen Teil individueller Handarbeit und Fertigkeit.

Beim Appliqué werden vorgefertigte Ornamente oder Muster auf das Hemd aufgenäht, mit dem ”saddle-stitching” (Zierstich) werden Konturen hervorgehoben und optisch aufgewertet. Zusätzlich werden Ziersteine in Edelsteinoptik oder Pailletten verarbeitet.

Bei neueren Westernhemden sind die Stickereien meist mit vollautomatisierten Maschinen perfekt gestochen. Der Charakter der Handarbeit geht hier verloren. Hemden der 40er und 50er Jahre weisen die höchste Qualität und Individualität auf.

Aufwändige, florale Zierstickerei auf Yoke und Kragen, 40er Jahre. Courtesy "Rockmount"

H-bar-C Western Shirt mit floralem Appliqué und Zierstickerei, Pailletten und Kristallsteinen. Hemd aus eigenem Besitz. Courtesy of the author

Brusttaschen

Die Brusttaschen machen das ”finish”, sie komplettieren und runden das Gesamtbild ab. Eine riesige Bandbreite an Taschenarten und Formen sind an Westernhemden zu entdecken. Eine Übersicht:

”Single-Point-Pocket”

Pattentasche mit spitzer Form und einem Knopf. In den 30er und 40er Jahren oft asymetrisch zulaufend. Die häufigste Taschenart am Westerhemd.

”Smile-Pocket”

Die eingelassene, mit schräger Naht versehene Paspeltasche findet sich in vielen Variationen und ist eine der beliebtesten Taschenarten. Sie ist aufwändig zu fertigen und erfordert viel Handarbeit. Oft ist die ”smile-pocket” an den Enden mit gestickten Pfeilen und einem ”piping” entlang des Ausschnitts verziert.

”Sawtooth-Pocket”

Sägezahnform durch zwei oder drei Spitzen. Letztere sind selten, und meinst ab den 50er Jahren anzusiedeln.

Sawthooth flap pocket

''Sawtooth'' flap pocket mit Emailleknöpfen. Courtesy "Rockmount"

H-bar-C Western Shirt, Smile pockets mit Pfeilen, Piping und Steppnaht. Hemd aus eigenem Besitz. Courtesy of the author

Yoke-pocket ohne Patte. Hemd aus eigenem Besitz. Courtesy of the author

Glengab Western Shirt, quarter cut flap pockets, shank buttons, 30er-50er Jahre. Hemd aus eigenem Besitz. Courtesy of the author

Druckknöpfe

Sie entwickeln sich ab den 40er Jahren langsam zum Standard und ersetzen bald die ”shank buttons”. Die Druckknöpfe sind aufwändig und teuer herzustellen, das Material wie Perlmutt, Muschel oder Bakelit wird in einem Metallrahmen gefasst und veredelt. In den 40er Jahren ist nach der runden Version der sechseckige Knopf (hex snaps) beliebt, in den 50er Jahren dann mehr der ”diamond snap”, ein auf der Spitze stehender, viereckiger Knopf. Neben der herkömmlichen Knopfleiste zieren sie Taschenpatten und wirken vor allem an den Manschetten als ein dominantes, wunderbares Detail.

Hex snaps, 60er Jahre. Courtesy "Rockmount Ranchwear"

Wunderschöne, golden eingefasste diamond snaps, 60er Jahre. Courtesy "Rockmount Ranchwear"

Rundgefasster Perlmuttdruckknopf, 40er/50er Jahre. Hemd aus eigenem Besitz. Courtesy of the author

Kragen

Neben den zwei grundlegenden Kragenarten, dem aufrechten und dem flach liegenden ”Sportkragen”, unterliegen die Formen den zeittypischen Veränderungen, und helfen so bei einer zeitlichen Datierung von Vintage Hemden. Die 40er Jahre weisen die langen und spitz zulaufenden Kragenschenkel auf. Kürzere Schenkel an den flachen Sportkrägen finden sich vornehmlich in den 50er Jahren. Oft findet man sie mit Stickereien verziert.

40er Jahre Kragen mit langen, spitzen Kragenschenkeln. Hemd aus eigenem Besitz. Courtesy of the author

Manschetten

Zwei wesentliche Merkmale der langen ”Western Cuffs” sind mehrfache Schließknöpfe und der Ärmelschlitz. Bei keinem anderen Hemdtyp kommt den Manschetten eine derartige Betonung zu. Auch hier findet sich die größte Variation in den 40er und 50er Jahren, es sind alle erdenklichen Formen und Gestaltungen zu entdecken.

”Shotgun Cuffs”

Aus einem Stück, aufwändig gefertige Manschette mit vier oder mehr Schließknöpfen. Die Form erinnert an eine Schrotflinte.

”Rectangular Cuffs”

Sehr häufig ist die rechteckige Manschette mit drei Schließknöpfen sowie einem Knopf am Ärmelschlitz.

Rockmount Ranchwear Westernshirt Manschette mit aufwändiger Zierstickerei, 40er Jahre. Courtesy "Rockmount Ranchwear"

Shotgun Cuffs mit Emailleknöpfen ''Courtesy "Rockmount Ranchwear"

H-bar-C Western Shirt, rechteckige 3-Knopf Manschette mit pearl snaps und piping. Hemd aus eigenem Besitz. Courtesy of the author

Fransen

Sie sind indianischen Ursprungs und symbolisieren die Mähne des Pferdes. Durch den dekorativen Charakter kontrastieren Fransen Yoke und Manschetten. Man findet sie in diversen Materialien und Ausführungen.

Herzlichen Dank an Steven E. Weil, President ”Rockmount Ranchwear”, Denver, Colorado, für die freundliche Bereitstellung von Bildern.

Teil III dieser Artikelserie zum Western Shirt wird mit ”Rockmount Ranchwear” sowie ”H-bar-C” zwei der bekanntesten Hersteller von Westernhemden vorstellen.

//Moritz Kickhöfen//

Quellen:

Stephen A. Weil, G. Daniel DeWeese: ”Western Shirts – A Classic American Fashion”

Westernshirts

Stofflexikon

Chenille embroidery

Appliqué

Chain stitch

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Das Western Shirt – Teil I – Entstehungsgeschichte

Rockmount Ranchwear Werbeaufsteller. Courtesy of ''Rockmount Ranchwear''

Rockmount Ranchwear Werbeaufsteller. Courtesy of ''Rockmount Ranchwear''

Dieser Artikel gibt eine  kleine Übersicht über die Entstehungsgeschichte des Western Shirts. Kaum eine andere Modelinie war derart durch den Einfluss von Film, Fernsehen und Musik geprägt wie die Western Mode.

Groschen-Romane und erste Filme erschaffen Anfang des 20. Jahrhunderts die Populärkultur des Westerngenres, und mit ihr entsteht ein eigener Modestil. Die Filmkleidung der Cowboys und Revolverhelden hat entscheidenden Einfluss auf die spätere Gestaltung der Western Shirts in den 30er und 40er Jahren. Diese ersten Hemden sind meist aus einfarbigem oder gestreiften Stoff und besitzen einfache Pattentaschen (flap-pockets), klassische Loch -oder Oesenknöpfe, und verfügen nur über einen einfachen ”back-yoke” (stilisierte Rückennaht). Neben verschiedenen Labels fertigt auch Pendleton Hemden in diesem Stil. Die ”Miller Stockman Supply Company” vertreibt in den 30er Jahren über herrlich gestaltete Kataloge als erstes Label Westernmode im kommerziellen Sinne.

1933 entwerfen Jack A.Weil & Phil Miller eine eigene Hemdkollektion mit neuem Design und definieren damit die ”WesternWear”. Jack Weil wird maßgeblichen Einfluss auf die weitere Entwicklungsgeschichte haben.

Während des zweiten Weltkriegs unterliegt auch die Westernmode den allgemeinen Stoff -und Materialrationierungen, und der noch so jungen Mode wird der moderne Schwung zunächst wieder genommen.

Mit der Gründung der ”Rockmount Ranchwear Manufacturing Company“1946 durch Jack A. Weil beginnt eine erfolgreiche Fimengeschichte, das Unternehmen produziert bis zum heutigen Tage Western Shirts. Zur fast gleichen Zeit entstehen die ebenfalls bekannten Labels ”H-bar-C” und ”Karman”. Denver, Colorado wird durch die Ansiedlung einiger Hersteller zum ”Zentrum” der WesternWear. Levi Strauss & CO, zu jener Zeit noch mit dem Cowboy im Logo, gehört ebenfalls zu den größten Labels.

In den 40er Jahren entsteht eine unglaubliche Vielfalt an Designs, der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt: gestickte, florale Muster, Ornamente und allerlei mit der Wild-West-Thematik verwandte Motive zieren Western Shirts. Druckknöpfe in edler Optik kommen langsam in Mode und werden später zum Designstandard. Zeittypische Modemerkmale, wie der lange und spitze Kragen, gelten auch beim Westernhemd. Als Schnitt dominiert die längste Zeit das körperbetonte ”slim fitting”.

Die Filmindustrie hat mit der Stilisierung des Westerngenres enormen Einfluss auf die Popularität der Mode. Stars wie Gene Autry oder Roy Rodgers brillieren im Westernhemd, die ersten Fernsehserien wie ”Gunsmoke” und später ”Bonanza” sorgen für eine Modepräsenz im TV. Der Aufschwung der Country -und Westernswingmusik beflügelt in ähnlichem Maße. Bands dieser Zeit sind fast ausschließlich im prächtigen Aufzug auf der Bühne zu sehen. Mit Hank Williams, Webb Pierce oder Hank Snow seien nur drei bekannte Vertreter genannt. Unter all diesen Einflüssen definiert sich die Westernkleidung endgültig als eigenständige Modelinie.

Die 50er Jahre bringen, der allgemeinen Stimmung des Aufschwungs und steigender Lebensfreude folgend, lebhafte Gestaltungen in unendlicher Variation mit sich: ausgefallene, hochstilisierte ”yokes” und Zierstickereien kennzeichnen diese Dekade. Ebenso überwindet die Mode in den 50er Jahren die ”Grenze des Westens”: die mittlerweile zahlreichen Hersteller eröffnen erste Filialen im Osten der USA und WesternWear wird weitläufig zugänglich.

Trotz stetig wachsender Nachfrage ist die Westernmode weiterhin ein Randprodukt. Dies ändert sich in den 70er unter dem erneuten Einfluss von Hollywood: Der Film ”Urban Cowboy” hat eine gewaltige Nachfrage zur Folge und WesternWear wird plötzlich zur Mainstreamware. Auf den Boom folgt 1981 der große Einbruch. Landesweit schließen viele Labels, und die Westernmode findet sich wieder als Randprodukt mit beschränkten, aber stabilen Absatz. Die übertriebenen Designs der letzten Jahre sind nicht mehr gefragt, und mit dem ”Crossover-Stil” entsteht eine Kombination aus klassischen Elementen und Westernelementen.

Seit 2003 produzieren einige Hersteller mit einer neuen, alten Retro-Linie Westernhemden wieder im klassischen Design. Diese Wendung ist durchaus als eine Anerkennung an die Glorreichen Jahre der Gestaltung des Western Shirts und der Herstellungsqualität der 30er-50er Jahre zu verstehen, und steht damit im Gegensatz zur allgemeinen Tendenz der Marktüberflutung mit billigen und vor allem miserabel gestalteten Westernhemden aus dem Ausland. So gibt es auch heute noch WesternWear im guten, alten Stil zu erwerben.

Herzlichen Dank an Steven. E. Weil, President ”Rockmount Ranchwear” Denver, Colorado, für die freundliche Bereitstellung von Bildern.

Wer sich mit der Geschichte des Western Shirts näher beschäftigen möchte, dem sei das herrlich gestaltete und detaillierte Buch ”Western Shirts – A Classic American Fashion” von Stephen E. Weil und G. Daniel DeWeese ans Herz gelegt.

In wöchentlichem Abstand erscheinen die weiteren Teile dieser Artikelserie:

Das Western Shirt – Teil II: Designelemente

Das Western Shirt – Teil III: Bekannte WesternWear Labels: ”Rockmount Ranchwear” & ”H-bar-C”.

Moritz Kickhöfen

Quellen

Stephen A. Weil, G. Daniel DeWeese: ”Western Shirts – A Classic American Fashion”

ezinearticles

articlesnatch

wikipedia

observatory

wikipedia

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